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Only in Japan (3) – Toooookiooooooooooo

Eines gleich vorweg: Hacken zusammen schlagen, Arme anlegen und tief nach vorn beugen beherrsche ich inzwischen ohne nachzudenken, sogar dabei rückwärts mit den Füßen zu rutschen stellt kein Problem mehr da…..sagt jedenfalls die Producerin, und die muss es als Japanerin ja wissen.

Da dieses Mal für eine der Reportagen eine Reise in den Norden nötig war, konnte ich erstmals mit dem Shinkansen Only in Japan (3) – Toooookiooooooooooo weiterlesen

Only in Japan – Impressionen aus Tokio

Nachdem mich jetzt schon mehrere Leute gefragt haben, wie es mir denn hier so geht und was ich erlebe, hier einige Eindrücke. Alle Angaben sind selbstverständlich ohne Gewähr, die Fotos garantiert von mir und wirklich nur subjektiv betrachtet.

Zwei Dinge haben mich sofort beeindruckt (wie wahrscheinlich alle Touristen): Die Toiletten und das Verkehrsnetz.

Service spielt in Japan offensichtlich eine sehr große Rolle – das kommt Männern und Frauen mit schwacher Blase sehr entgegen. Toiletten gibt es an jeder Bahnstation, sie sind IMMER tiptop sauber, und es macht sogar echt Spaß. Pippi ist in Japan eine Erlebnisreise! Die Brille ist beheizt, das Wasser kann man sich in verschiedenen Stärken von unten ‚reinstrahlen lassen, gegen Geräusche gibt es Vogelgezwitscher.

 

Toiletten sind in Japan ein Erlebnis
Toiletten sind in Japan ein Erlebnis

Weil es für die Hände danach oft nur einen Trockner gibt, haben die Frauen alle ein kleines Läppchen in der Tasche. Schnell reingegriffen und trocken sind die Finger.

Ebenso faszinierend ist das unglaubliche Gewirr an Bahnlininien in Tokio. Man muss dauernd wieder einsteigen, Karte an die Sperre halten, zum nächsten Gleis, hoch, runter wieder hoch. Aber: Die Züge sind auf die Minute pünktlich. Und egal, wie voll es ist. Die Fahrgäste stellen sich immer brav hintereinander an der jeweiligen Markierung an, und genau an dort hält auch der Zug. Was ebenso toll ist: Die Menschen sind STILL mit sich selbst beschäftigt. Mit dem Handy zu telefonieren, ist nicht erwünscht und ALLE halten sich daran.

Aber das Leben in einer Metropole wie Tokio mit mehr als 30 Millionen Einwohnern ist natürlich stressig, die Wege sind weit, und das macht echt müde. Ich hab‘ immer meinen Spaß….

Großstadt macht müde
Großstadt macht müde
nein, die tippen nicht auf's Handy
nein, die tippen nicht auf’s Handy

In einem kleinen Geschäft habe ich aber genau das Richtige für alle Schlafmützen entdeckt

endlich schlafen wie ein Strauß
endlich schlafen wie ein Strauß

Sehr schön fand ich auch diese Werbung  in der Bahn – angeblich für ein Stretching Buch eines Fußballers…..wer hätte das gedacht!

das könnte der herabschauende Hund sein
das könnte der herabschauende Hund sein….naja jedenfalls in Ansätzen…

Schon vor der Reise habe ich gern Sushi gegessen, aber der Fisch hier schlägt alles um Längen – egal ob bei SevenEleven, im Bahnhofskiosk oder in irgend einem anderen Supermarkt. Es ist immer alles super frisch, lecker und eine echte Verpackungsschlacht. Um alles noch ein Tütchen und noch ein Tütchen und zukleben auch noch und dann IMMER ein großes Dankeschön, eine kleine Verbeugung  – und so sieht es dann aus…

Mixteller
Mixteller (auch mit Fleisch…)

ach ja, und damit es unterwegs nicht etwa schlecht wird, gibt es auch noch einen Kühlbeutel gratis dazu

ich dachte erst, das wäre was zu essen
ich dachte erst, das wäre was zu essen

Allerdings ist mir im Restaurant auch schon mal anders 🙂 geworden – als ich letztens an einer Theke mit lauter einzelnen Frauen platziert wurde, bestellte sich meine Nachbarin Frittiertes und zwei Fische. Sie bot mir spontan einen an, aber mit Blick auf die Stäbchen auf meinen Teller winkte ich dankend ab – zum Glück. Sie zupfte gekonnt die Haut ab und öffnete dann das Innere – der Bauch sah aus wie voller Rogen, eine feste gelbe Masse. Als sie Teile davon zum Mund hob, flutschte noch weißer Glibber herunter, wie ich aus den Augenwinkeln beobachten konnte.

Gerade ist hier übrigens Erdbeersaison – jedenfalls für jene, die es sich leisten können. Aber schön sehen sie auf jeden Fall aus.

Ein Erdbeerchen für rund 3,60 Euro
Ein Erdbeerchen für rund 3,60 Euro

So, das waren die ersten Eindrücke  – zu viel soll nicht verraten werden, denn ab nächster Woche gibt es auch noch viele Reportagen zu hören. Dann allerdings mit Themen, die mich sehr bewegt haben und ein anderes, weniger lustiges Bild zeigen…..aber dafür bin ich ja schließlich auch hier.