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Rojava: Wo Öcalans Ideen gelebt werden

Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat sich im Norden Syriens eine Selbstverwaltung gegründet. In der mehrheitlich von Kurden bewohnten Region versuchen die Menschen mitten im Krieg ein System aufzubauen, dass ohne staatliche Institutionen auskommt. Im Sommer soll in der Region Rojava, die Ende des Jahres ihre Unabhängigkeit ausgerufen hat, erstmals gewählt werden. Ideengeber für diese Form der Politik ist der seit nunmehr 15 Jahren inhaftierte PKK-Führer Abdullah Öcalan. Er hat 20 Jahre im syrischen Exil gelebt, viele Kurden aus aus Syrien hatten sich dem bewaffneten Kampf der PKK angeschlossen. Ich war Anfang des Jahres in der schwer zugänglichen Region. Meine Eindrücke kann man hier hören:

Syriens Kurden suchen dritten Weg

Tag und Nacht wird hier kontrolliert
Tag und Nacht wird hier kontrolliert
Der Norden Syriens hat viel Erdöl, doch es wird kaum gefördert, weil die Pipeline zu den Islamisten führe, heißt es.
Der Norden Syriens hat viel Erdöl, doch es wird kaum gefördert, weil die Pipeline zu den Islamisten führe, heißt es.
Besuch bei der "Truppe": Zur kurdischen Miliz gehören auch ein Drittel Frauen
Besuch bei der „Truppe“: Zur kurdischen Miliz gehören auch ein Drittel Frauen

Deutsche Waffen in Syrien eingesetzt

Anfang Januar habe ich an einer Informationsreise des Bundestagsabgeordneten Jan van Aken nach Nordsyrien teilgenommen. In der von der Außenwelt faktisch abgeschlossenen Region Rojava haben die Kurden nicht nur das Assad-Regime verjagt. Seit Monaten kämpfen Männer und Frauen auch gegen radikale Islamisten. Diese setzen nach Recherchen von NDR Info, dem Magazin Panorama und der Berliner Zeitung auch deutsche Waffen gegen die kurdische Bevölkerung ein.

gesendet bei NDR Info.

Wer noch mehr lesen möchte, dem empfehle ich sehr den Blog von meinem geschätzten Kollegen Frank Nordhausen, der ebenfalls auf der Reise dabei war und sich noch viel länger als ich in Rojava aufgehalten hat.